Vereinsgeschichte – Dresdner Sportverein Grün-Weiß 90 e.V.

Der Dresdner Sportverein Grün-Weiß 90 e.V.  wurde im Jahr 1990 gegründet. Auschlaggebend  dafür war, dass die Sektionen Tischtennis und  Judo der damaligen BSG Verkehrsbetriebe, in der  sie integriert waren, nach der „Wende“ keine  Alternative sahen und somit zusammen den DSV  Grün-Weiß 90 e.V. gründeten.

Als Trainingsort blieb die Turnhalle der 113. Grundschule „Canaletto“ in der Georg-Nerlich Straße 1, in der seit 1981 auch schon als BSG Verkehrsbetriebe trainiert wurde. Somit begann ein Neuanfang eines Vereins mit ausgebildeten und lizensierten Trainern, Kampfrichtern und Kyu-Prüfern. Ehemalige und neue Judokas aus allen Altersbereichen gingen seitdem jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag gemeinsam in der Wettkamphalle am Straßburger Platz auf die Tatami.

Im Männerbereich wurde der DSV Grün-Weiß 90 e.V. durch eine Mannschaft in der Landesliga Sachsen vertreten, bis zum Aufstieg in die Regionalliga (Mitteldeutschland) im Jahr 2002. Nach fünfzehnjähriger Regionalligateilnahme wurde die Liga leider geschlossen, sodass ab Jahr 2018 in der Verbandsliga Sachsen gekämpft wird. Die Möglichkeit, in der 2. Bundesliga zu kämpfen ist u.a. aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich.

Auch heute noch wird in allen Altersbereichen trainiert, d.h. auch Kinder und Jugendliche, welche ebenfalls regelmäßig an ausgeschriebenen Wettkämpfen teilnehmen. Das sind sowohl Freundschaftsturniere als auch Bezirks-, Landesmeisterschaften und Turniere mit internationaler Beteiligung (z.B. das Neujahrturnier des PSV Freital e.V.). Kontinuierlich werden die höheren Kyu-Grade angestrebt und Prüfungen dazu abgelegt.

Zu den Zielen im Judo gehört es, möglichst früh den kindlichen Bewegungsdrang aufzugreifen. Gerade die Kombinationen von scheinbaren Gegensätze wie Ehrgeiz mit der tiefen Achtung des Anderen, kraftvolle Bewegung mit Selbstbeherrschung sowie das Messen im Zweikampf aber auch den ausgeprägten Teamgeist machen Judo zu einer idealen Sportart für Kinder und Jugendliche und fördert ein stabiles Selbstvertrauen.

Viele Studenten aus Deutschland und anderen Ländern, die aktiv am Wettkampfgeschehen teilnehmen, kommen zum Training und unterstützen die Männermannschaft bei Wettkämpfen in- und außerhalb der Saison. Die Aus- und Weiterbildung unserer Trainer und Kampfrichter erfolgt in einem geregelten Turnus, sodass sie immer auf dem neusten Stand der Judoentwicklungen sind.

Dies ist ein wichtiger Bestandteil, denn die Judokas kämpfen bei Bezirks- und Landesmeisterschaften, Mitteldeutschen und den Deutschen Pokalmeisterschaften sowie den Studentenmeisterschaften in Deutschland.

Das dafür ein gutes Niveau vorhanden sein muss und es auch ist, zeigen die vorderen Platzierungen in den jeweiligen Altersbereichen. Mehrere Turniere mit internationaler Beteiligung wie in Tübingen oder Audun-Le-Tiche (Frankreich) sind leider rare geworden. Doch das Frühjahrs Turnier in Crimmitschau (Sachsen) ist ein fester Bestandteil im Wettkampfkalender.

Den Aufschwung gab es nach der „Wende“ im Veteranen-Judo (Ü30). Umso erfreulicher ist es, das ältere Judokas bei Bezirks-, Landes- und Deutschen Meisterschaften etliche Medaillen erkämpften sowie bei Europa- und Weltmeisterschaften gute Plätze erzielten.

Die Welt- und Vizeweltmeisterin, mehrfache Europa- und Deutsche Meisterin der Blinden und Sehschwachen im Judo, Siena Christen, trainierte viele Jahre in unserem Verein. Siena Christen wollte auch bei den Paralympics im Jahr 2000 in Sydney starten. Die entsprechenden Gremien hatten allerdings vergessen die nominierten Judokas anzumelden. Für Siena Christen war dies kein Grund zur Aufgabe! Mit ihrem Kampfeswillen ging sie zum DSC Dresden und trainierte Diskus und Kugelstoßen. Dort erzielte sie die nötige Norm, fuhr nach Sydney und kam mit einer olympischen Bronzemedaille wieder zurück in die Landeshauptstadt.

Alle diese dokumentierten Ergebnisse und Werte gelingen nur mit einer großen Portion Enthusiasmus aller Vereinsmitglieder und Funktionäre. Als zahlenmäßig kleine Judoabteilung sind die Sportler Stolz auf das Erreichte und geben das Beste für den Verein und namentlich auch für die Landeshauptstadt Sachsen.